Gemeinsamer Blick auf
Ihre Situation

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Es liegt nicht an Ihnen

Als Eltern kennen wir alle Schuldgefühle – vor allem gegenüber unseren Kindern. Schnell entsteht ein Gefühl von Scham, wenn man selbst morgens nicht aufstehen kann und sich die Kinder allein versorgen müssen. Doch psychische Krankheiten sind genau das: Krankheiten. Und ebenso wenig wie an vielen körperlichen Leiden wie Knochenbrüchen oder Migräne, trägt auch niemand die Schuld an einer Suchterkrankung oder eine seelischen Erkrankung. Kinder haben oft das Gefühl, dass es an ihnen liegt, wenn es den Eltern schlecht geht. Dann kann es helfen, mit ihnen offen über die eigene Belastung zu sprechen. Schließlich können psychische Erkrankungen verschiedene Auslöser haben:

Biologische Auslöser 

Durch körperliche Erkrankungen und erbliche Faktoren kann man psychisch erkranken.

Soziale Auslöser 

Trennung, Konflikte oder Geldsorgen können psychische Erkrankungen hervorrufen.

Psychologische Auslöser 

Stress, Verlust, Verdrängungen und Mobbing können psychisch krank machen.

Mit wem kann ich reden?

In psychischen Krisen geraten Menschen schnell an ihre Grenzen. Wenn Sie an einer seelischen Erkrankung oder einer Suchterkrankung leiden oder das Gefühl haben, überfordert zu sein, sollten Sie sich Hilfe holen. 

Im akuten Notfall rufen Sie bitte immer die 112 (Feuerwehr) oder die 110 (Polizei) an.

Mögliche Personen, die Sie ansprechen können, sind zum Beispiel:

Bild Kinderarzt/Hausarzt

Ihre Ärztin oder Ihren Arzt

Kollege

Ihre Psychotherapeutin oder Ihren Psychotherapeuten

Bild Person des Vertrauens

eine Person Ihres Vertrauens oder ein Familienmitglied

Sie möchten einfach nur mit jemandem reden?

Hier gibt es verschiedene Angebote, bei denen Sie anonym bleiben können.

Erste Hilfe für die Seele

Sprechen Sie mit Ihrem Kind

Kinder haben sehr feine Antennen dafür, wie es ihren Eltern geht. Wenn Kinder verstehen, warum Eltern anders sind, lösen sich Angst, Sorge, Traurigkeit oder Wut. Zeigen Sie Ihrem Kind: Es ist nicht schuld daran, wie es Ihnen geht.

Frische Luft

Wenn Ihnen alles zu viel wird, gehen Sie raus. Ein kleiner Spaziergang kann dabei helfen, den Kopf freizubekommen. Sonnenschein setzt Vitamin-D frei, was uns glücklicher macht.

Tagesstruktur

Feste Tagesabläufe und Rituale sowie ausreichend Schlaf sind wichtig und helfen dabei, psychisch gesund zu bleiben oder stabiler zu werden. Versuchen Sie, in Ihrem Alltag Ruhepausen einzuplanen.

Kontakte pflegen

Ein stabiles Umfeld ist besonders jetzt wichtig. Ihr Kind sollte eine Person haben, der es vertraut und mit der es über seine Sorgen sprechen kann. Verwandte, Freundinnen, Nachbarn, Lehrkräfte oder Erzieherinnen und Erzieher sind gute Stützen.

Bleiben Sie in Bewegung!

Machen Sie Sport oder einen Spaziergang. Bewegung setzt Glücksgefühle frei.

Tun Sie sich etwas Gutes!

Sie sind nicht schuld an Ihrer Erkrankung. Sie können seelisch erkranken und trotzdem eine gute Mutter oder ein guter Vater sein. Seien Sie nachsichtig mit sich und gönnen Sie sich einen Moment mit einer Tasse Kaffee, einem guten Buch oder einem warmen Bad.

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Schreiben hilft...

Wir möchten Betroffenen eine Stimme geben: Dafür suchen wir (erwachsene) Kinder aus psychisch und/oder suchtbelasteten Familien, Angehörige oder betroffene Eltern, die ihre Erfahrungen zu Papier bringen.

Wir lesen uns!

Reden hilft!

Wenn Sie Hilfe brauchen, können Sie sich auch über das Kontaktformular unten auf dieser Seite bei uns melden - oder Sie schauen direkt in Ihrer Region nach. Es gibt viele Menschen, die für Sie da sein wollen.

Hilfe finden

Kontakt

Sie haben Fragen, Anmerkungen, Ideen oder benötigen Hilfe? Wir von der Landesfachstelle KipsFam haben für alle Anliegen offene Ohren und Augen. Schreiben Sie uns – wir melden uns schnellstmöglich bei Ihnen zurück!

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